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1. Radical Speed Weekend am Nürburgring - Action in der Hitze des Rings

27th June 2010

Das Radical Speed Weekend begann gestern am Nürburgring und damit auch die zweite Runde der Shell Racing Solutions Radical Masters 2010.

Die Veranstaltung war zusätzlich als vierte Runde des Competition Car Insurance Radical UK Cups ausgeschrieben und bot den Fahrern beider Serien ideale Streckenbedingungen bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen.

37 Teams aus den verschiedensten Teilen dieser Erde entschieden sich für die Teilnahme an diesem Wochenende. Vertreten waren u. a. Fahrer aus England, Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, Italien, Niederlande, Südafrika und dem mittleren Osten.

Neben vier freien Trainings, zwei Qualifyings und zwei Rennen à 50 Minuten konnten die zahlreichen Zuschauer dem regen Treiben in der Boxengassen zuschauen.

Nachfolgend die Zusammenfassung der beiden Rennen:

 

Rennen 1

In einem atemberaubenden Shell Racing Solutions Radical Masters Rennen konnte Jamie Patterson von Bell End Racing einen überragenden Sieg am Nürburgring erringen. Patterson holte sich die Führung zurück, nachdem das Fahrerpaar des 360° Racing Teams, Terrence Woodward und Ross Kaiser, ihn in der ersten Kurve überholen konnten.

Die Fahrer hatten viel Zeit sich für das Rennen vorzubereiten, während die Zuschauer im Grid-Walk hautnah die Fahrzeuge, Teams und Fahrer erleben durften. Die hohen Temperaturen, mit denen der Nürburgring sich von seiner schönsten Seite zeigte, sicherten auch den nötigen Grip für ein spannendes Rennen.

Als die Startampel ausging, schob sich Ross Kaiser mit einem fulminanten Start an Jamie Patterson vorbei, der seine Position gegenüber Bassam Kronfli (AUH Motorsports) und James Swift (Slipstream Racing) behaupten konnte.

Einen starken Start zeigte auch Radical-Einsteiger Jaap Bartels und schoss mit seinem SR8 auf den 5. Rang, noch vor den Werksfahrer Shaun Balfe (Radical Works Team). Die Reihenfolge der Top-4 Ränge blieb bestehen und Joachim Thyssen erkämpfte sich den 5. Rang bis zu den Boxenstops ab Runde 12.

Ein Blick auf die Supersport-Klasse zeigte das italienische Duo Andrea Fausti und Marco Cencetti führend, weiterhin in Bestform nach ihrem gelungenen Auftakt in Spa. Nach den Boxenstops lagen sie knapp vor Alex Kapadia und Stuart Moseley.

Im 3-Runden-Fenster für Pflichtboxenstops und Fahrerwechsel boten sich den Zuschauern packende Szenen rund um die Boxengasse. Patterson fuhr als erster in die Box und es gelang ihm mit einem raffinierten Manöver wieder direkt auf eine freie Strecke zu treffen, um so mit einem Vorsprung von 13,9 Sekunden weiter in Führung zu liegen. Shaun Balfe hatte sich auf Rang 3 gekämpft als er das Steuer an Roger Bromiley übergab, der diese Position bis zur karierten Flagge verteidigen konnte.

AUH Motorsports hatte eine langen Stop mit dem SR8 von Kronfli, dessen Partner Jordan Grogor sich aber auf Rang 4 zurück kämpfte, kurz vor Manhal Allos auf einem einsamen 5. Platz. Cencetti schloss das Rennen auf dem 6. Gesamtrang ab und gewann damit die Supersport-Klasse. Er lag 8 Sekunden vor Mark Smithson, der das Steuer von Moseley übernommen hatte. Dritter wurde David Thorburn, der mit diesem Podiumsplatz seine Saison, nach dem unglücklichen Ausscheiden in Spa, wieder auf erfolgreiche Wege führte.

 

Rennen 2

Für Jamie Patterson und Bell End Racing war der zweite Sieg des Radical Speed Weekends zum Greifen nah, aber es sollte nicht sein. Nach einem Reifenschaden an Pattersons SR8 LM belohnte dieses mitreißende Rennen auf den letzten Metern Terrence Woodward und Ross Kaiser mit dem heißumkämpften Sieg.

Radical France gelang mit dem Fahrerteam Patrice Guillaume und Frederic Rouvier die Pole für das zweite Rennen dieser sonnenverwöhnten Veranstaltungen zu erringen. Die erste Pole für Gentleman Driver Guillaume. Doch das erste Mal in ihrer gemeinsamen Rennkarriere verloren sie die Führung bereits in der ersten Kurve wieder an Patterson. Trotz der spannenden Kämpfe kamen alle Fahrzeuge unversehrt durch die enge Haarnadelkurve Ende Start-Ziel.

Bis Runde 4 gelang es Patterson einen mageren Vorsprung vor Guillaume zu erarbeiten, direkt gefolgt von Kaiser. Greg Hart, ein Fahrer des Radical Works Team, begeisterte die Zuschauer mit einen atemberaubenden Start, bei dem er von Rang 9 auf Rang 4 fuhr und damit Kaiser dicht an den Fersen hing.

Wie bereits in Rennen 1 war Patterson als erster in der Box und errang im Anschluss seine Führung wieder, gefolgt vom SR8 des 360° Racing Teams, die Guilaume/Rouvier mit einem perfekten Boxenstop noch in der Box überholen konnten.

In der Supersports-Klasse bewiesen Marco Cencetti und Andrea Fausti von Radical Italy wieder einmal ihr Können und führten die Klasse mit einem erheblichen Vorsprung vor Ross Allen/Chris Dymond und Colin Noble.

Doch das änderte sich als der kampfbereite Rob Wheldon, der nach einer herausragenden Fahrt von David Thorburn übernahm, sich in Runde 15 vor Noble setzen konnte. Weiter vorne beobachteten die Zuschauer einen weiteren Kämpfer: Shaun Balfe überholte Greg Hart und rückte damit das Podium für sich in greifbare Nähe. Tatsächlich schien es der Wendepunkt des Rennen zu sein, als nur einen kurzen Moment später Patterson durch einen erneuten Reifenschaden ausgebremst wurde, Woodward die Führung übernahm und letztendlich auch den Sieg nach Hause fuhr.

Balfe wurde Zweiter und Greg Hart bestieg das erste Mal das Radical Podium, um seinen wohlverdienten dritten Platz zu feiern.

Cencetti/Fausti errangen ihren zweiten Sieg der Supersports-Klasse, gefolgt von Moseley und Smithson, die unter dem enormen Druck von Wheldon den zweiten Platz bis zur Fahne stark erkämpfen mussten. Auch mit den schnellsten Rundenzeiten schaffte es Wheldon nicht mehr bis zum Ende des Rennens Moseley einzuholen. Letztendlich  trennten die beiden nur ein Sekunde.

Alexander Tauer von Radical Sportscars Deutschland sagte nach dem zweiten Rennen: "Die Teams und Fahrer sind begeistert! Die gesteigerte Streckenzeit gab ihnen diesmal die Möglichkeit intensiv mit und an ihren Autos zu arbeiten, um das perfekte Setup zu finden. Das Wetter spielte ebenfalls mit und wir konnten den Zuschauern zeigen, was "Radical Racing" zu bieten hat: jede Menge Action und hohen Unterhaltungswert."

Dem fügte der Veranstalter des Radical Speed Weekend, Christian Droop, hinzu: "Der Nürburgring zählt zu den besten Rennstrecken der Welt. Warum dies so ist, konnte man an diesem Wochenende wieder sehen - neben der perfekt präparierten Strecke macht das Ambiente rund um die Strecke die große Faszination aus. Sowohl die Teilnehmer der Radical Masters als auch die Superleague Formula, die mit ihrer sensationellen Show einen perfekten Rahmen für das Event bot, waren begeistert. Und das trotz des Fußballspiels zahlreiche Zuschauer an den Ring gekommen sind, bestärkt uns darin, dieses Event im nächsten Jahr wieder mit unserem Partner AC Mayen hier am Nürburgring zu veranstalten."

Die Radical Masters ziehen nun weiter in das niederländische Seebad Zandvoort, um dort inmitten der Dünen den Sieger zu ermitteln. Auch diese Event (24.- 25. Juli) wird wieder als Radical Speed Weekend ausgetragen und verspricht erneut heiße Action auf und neben der Strecke.

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