Spannendes Ende des Radical Nevada Cup 2010
29th March 2010
Die letzte Runde des diesjährigen Radical Nevada Cup wurde auf der Rennstrecke von Guadix nahe Granada in mitten der andalusischen Berge ausgetragen.
Für die Teilnehmer der Radical Masters 2010 war dies eine der letzten Chancen, um sich auf den Saisonstart im Mai vorzubereiten. Daher folgten auch zahlreiche Fahrer dem Aufruf und machten sich, mit der Erwartung auf ein warmes und sonniges Frühlingswochenende, auf den Weg nach Südspanien. Doch leider kam es anders, als erwartet: auf den bewölkten und kalten Vormittag, folgte ein regnerischer Nachmittag!
Während das Qualifying für das erste Rennen noch trocken verlief, setzte danach leichter Nieselregen ein, so dass das Rennen vorsorglich als Wet Race gestartet wurde. Mike Gardiner und Phil Keen stellten ihren SR8 auf Pole, gefolgt von Thomas Meidinger (SR5) auf zwei sowie Chris Hillaby und Steve Parish in ihrem SR3 RS auf Startplatz 3.
Nach technischen Problemen mussten sowohl Hillaby/Parish als auch Gardiner/Keen noch vor dem Einfahren in die Startaufstellung zurück in Box. Für Hillaby/Parish war der Rennen hier bereits zu Ende, bevor es richtig angefangen hatte. Besser erging es Gardiner/Keen, die dem Feld aus der Boxengasse folgen konnten. Direkt vom Start weg, konnten die Zuschauer den harten Kampf zwischen Meidinger, Christian Droop (SR3 RS) sowie Fred van Putten (SR3) verfolgen. Van Putten hatte durch den Wegfall von Gardiner/Keen frei Fahrt auf der rechten Seite und konnte dadurch Meidinger und Droop bergab zur ersten Rechtskurve ausbeschleunigen und bremste sich gekonnt in die Kurve. Drei Runden später musste sich van Putten dem Druck von Meidinger ergeben, der recht schnell eine beachtliche Lücke zwischen sich und den ihm Folgenden van Putten und Droop setzen konnte, die sich wiederum in einem harten, aber fairen Zweikampf befanden.
Wie bereits in Almeria gezeigt, kämpfte sich Gardiner vom letzten Platz Runde für Runde durch das Feld. Der einsetzende Regen konnte ihn nicht stoppen und so fuhr Gardiner auf der immer rutschiger werdenden Strecke mit Slicks von Bestzeit zu Bestzeit. Obwohl nun nach und nach alle Fahrer auf Regenreifen wechselten, fuhren einige um den „Bester Dreher des Tages“-Preis. Am Ende siegten Gardinger/Keen nach einem fehlerfreien Rennen mit einem Abstand von knapp einem Zehntel auf Meidinger sowie den Drittplatzierten Roger Berndtson/Luis Javier Romero (SR3).
Der zweite Tag begann, wie der Erste endete....mit Regen! Aufgrund der heftigen Regenschauer der Nacht war die Strecke nun ausnahmslos nass, zuweilen in manchen Abschnitten mit stehendem Wasser. Abermals setzten Gardiner/Keen ihren SR8 auf Pole gefolgt von Meidinger auf Startplatz 2 und Droop/Wheldon auf drei.
Geordnet ging das Feld nach dem fliegenden Start in die erste Kurve von Rennen zwei. Doch es zeigte sich schnell, was die Zuschauer an diesem späten Sonntagvormittag zu erwarten hatten. Die ersten spektakulären Dreher ließen nicht lange auf sich warten, woraufhin sich die Positionen im Feld immer wieder änderten. Droop und Hillaby, beide auf dem neuen SR3 RS unterwegs, kämpften ausnahmslos hart um die zweite Position, die Meidinger durch einen leichten Fahrfehler eingebüßt hatte. Droop behielt die Nerven und sicherte sich den zweiten Platz, den er später an seinen Partner Rob Wheldon übergab. Meidinger kämpfte sich Position über Position wieder heran und übte großen Druck auf den vor ihm fahrenden Droop aus. Wenige Minuten später endete dieser Versuch im Kiesbett, was für Meidinger das Aus im zweiten Rennen bedeutete.
Nach dem vorgeschriebenen Boxenstopp sahen die Zuschauer ein den Witterungsbedingungen angepasstes, kontrolliertes Rennen an dessen Ende erneut Gardiner/Keen den Sieg vor Droop/Wheldon nach Hause fuhren. Nach einem hervorragenden Rennen mit einigen Drehern beendeten Hillaby/Parish das letzte Rennen des diesjährigen Radical Nevada Cup auf Rang drei.
„Es war eine hervorragende Vorbereitung auf die bevorstehende Radical Masters Saison.“, kommentierte Alexander Tauer von Radical Sportscars Deutschland den Verlauf des Radical Nevada Cup 2010. „Ich freue mich sehr auf das erste Rennen in Spa Anfang Mai, wo wir viele der Nevada Cup Teilnehmer wiedersehen werden.“
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